Glyx Diät – der Index zum Diätglück?

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Was ist die Glyx- Diät

Glyx Diät Mahlzeit, belegtes VollkornbrötchenBei der Glyx- Diät werden Nahrungsmittel nach ihrem glykämischen Nährwert eingeteilt. Der Name leitet Glyx – Diät leidet sich vom glykämischen Index hat, eine Einheit, mit der sich bestimmen lässt, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels ansteigt. Dabei wird dieser glykämische Wert danach ermittelt, wie sich in der Nahrung vorhandenen Kohlenhydrate auf den Insulinspiegel auswirken. Ein hoher glykämischer Wert bedeutet eine hohe Ausschüttung an Insulin, was gleichzeitig den Stoffwechsel hemmt und so zu Fetteinlagerungen führt. Ein niedriger glykämischer Wert führt nur zu einer geringen Ausschüttung an Insulin, was sich positiv auf Stoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden auswirkt.

Permanente Müdigkeit als Resultat der falschen Ernährung

Ständiges Unwohlsein, Trägheit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Heißhungerattacken auf Süßigkeiten sind nur einige der vielen Beeinträchtigungen, die eine permanente Ernährung mit Lebensmitteln mit hohem glykämischem Wert oder auch hohem glykämischen Index (GI) kennzeichnet.

Leider haben viele unserer alltäglichen Lebensmittel wie Weißbrot oder Nudeln einen hohen GI. Der dauerhafte Konsum von Lebensmitteln mit hohem GI führt zu einem allmählichen Anstieg an Gewicht, macht jeden Versuch eines Gewichtsreduktion schwierig und kann langfristig gesehen sogar zu einer Insulinresistenz und Diabetes führen.

Prinzip der Glyx-Diät

Anders als bei anderen Diäten werden bei der Glyx-Diät keine Kalorien gezählt. Auch die Aufnahme von Fett und Eiweiß wird mehr im Hintergrund betrachtet. Wichtig ist nur, dass bei der alltäglichen Ernährung gute von schlechten Kohlenhydraten unterschieden werden.

Die guten Kohlenhydrate sind dabei Produkte mit einem niedrigen GI und dementsprechend sind die schlechten Kohlenhydrate Lebensmittel mit einem hohen GI.

Allerdings sollte man bei der Glyx – Diät immer beachten, dass der glykämische Index zwar ein guter Wegweiser für eine Ernährung ist, bei der die Überwachung des Blutzuckerspiegels von Bedeutung ist, allerdings muss außerdem darauf geachtet werden, dass der Körper auch immer genug Nährstoffe in Form von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen zugeführt bekommt, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Denn der reine glykämische Wert eines Nahrungsmittels sagt nicht unbedingt etwas über seine sonstigen Nährwerte aus.

Berechnung des GI

Der GI wurde im Rahmen der Diabetesforschung als Laborparameter entwickelt Er beschreibt die Blutzuckerreaktion auf die Zufuhr von 100 g Kohlenhydraten, die über ein bestimmtes Lebensmittel zugeführt werden.

Um einen einheitlichen Wert ermitteln zu können, wird Traubenzucker mit seiner blutzuckersteigernden Wirkung als Referenzwert von 100 angenommen. Als ein Lebensmittel mit einem niedrigen GI wird alles gesehen, was einen Wert kleiner als 50 hat.

Lebensmittel mit einem Wert zwischen 50 und 70 haben einen mittleren GI und sind daher nur in Maßen zu verzehren. Lebensmittel mit einem GI über 70 haben einen hohen Wert und führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und somit zu erhöhter Insulinausschüttung. Diese Lebensmittel mit einem GI über 70 sind daher für eine gesunde Ernährung nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

GI im Alltag

Durch eine Ernährung unter Berücksichtigung des glykämischen Index ergeben sich für den Körper einige positive Auswirkungen: Der Leistungspegel bleib in Relation zum Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau.

Das lässt sich dadurch erklären, dass bei einer Ernährung mit Lebensmitteln, die einen niedrigen glykämischen Wert haben, der Blutzuckerspiegel nicht so rasant in die Höhe schnellt wie es beispielsweise bei sehr zuckerhaltigen Lebensmitteln der Fall ist. Zuckerhaltige Lebensmittel haben auch einen sehr hohen glykämischen Wert, was dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel genauso schnell wieder absinkt wie er angestiegen ist.

Das führt zu einem Gefühl der Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Außerdem wirken sich diese Schwankungen negativ auf die allgemeine Stimmung aus. Das liegt daran, dass der Serotoninspiegel, der für das allgemeine Wohlbefinden verantwortlich ist, sich durch glykämische Lebensmittel mit niedrigen Werten zwar langsamer ansteigt, allerdings auch länger das erreichte Niveau hält.

Allgemein lässt sich sagen, dass die körperlichen Werte durch eine Ernährung mit Lebensmitteln, die einen niedrigen glykämischen Wert aufweisen weniger Schwankungen ausgesetzt sind, wodurch man sich gesünder und fitter fühlt.

GI und die einzelnen Nahrungsgruppen

Eine Ernährung nach der Glyx – Diät bedeutet nicht automatisch, dass Sie auf alle Kohlenhydrate verzichten müssen, so wie es beispielsweise in Proteindiäten propagiert wird.

Das wäre auch sehr schwierig, da gerade Kohlenhydrate entweder der Hauptbestandteil der Mahlzeit sind, etwa in Form von Brot und Zerealien, oder als Sättigungsbeilage zu vielen warmen Gerichten gereicht werden, etwa in Form von Nudeln, Kartoffeln oder Reis.

Das liegt einfach daran, dass Kohlenhydrate ein schneller Energielieferant sind und dazu auch noch eine stark sättigende Wirkung haben. Wichtig ist allerdings, dass diese Kohlenhydrate einen möglichst niedrigen GI haben, das führt, wie oben schon beschrieben, dazu, dass der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt.

Dadurch hält auch das Gefühl der Sättigung länger an und man fühlt sich länger fit. Vollkornprodukte mit den Bestandteilen Gerste, Dinkel oder Roggen haben einen niedrigen GI. Im Gegenteil dazu sollte man auf Produkte, die mit weißen Weizenmehl hergestellt werden, besser verzichten. Auch Vollkornnudeln oder Eiernudeln haben einen geringen GI.

Bei Reis sollten Sie auch eher auf Vollkornreis zurückgreifen und Kartoffeln am besten nur gekocht und nicht in Form von Pommes Frites, Kroketten oder Kartoffelbrei essen, da diese durch den Zusatz andere Zutaten oftmals auch Fette enthalten, was für eine gesunde Ernährung eher kontraproduktiv ist.

Bei Obst muss man bei der Glyx Diät beachten, dass es immer aus drei verschiedenen Zuckerarten besteht. Diese sind : Fruktose, Saccharose und Glukose. Ein Obst verfügt dann über einen niedrigen GI, wenn der Glukoseanteil möglichst gering ist. Das ist zum Beispiel bei Kiwis, Erdbeeren, Zwetschgen, Grapefruits, Avocados, Birnen und Äpfeln der Fall.

Gemüse ist bis auf wenige Ausnahmen fast uneingeschränkt zu empfehlen, da es einen niedrigen Wert an Kohlenhydraten hat und dabei noch über viele Ballaststoffe verfügt. Eine Ausnahme bilden dabei nur Pastinaken, rote Beete und Kohlrüben.
Proteinreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte erhalten kaum oder gar keine Kohlenhydrate und haben daher einen sehr niedrigen GI. Allerdings ist bei Milchprodukten der Milchzuckeranteil für die Bestimmung des GI zu berücksichtigen.

Die einzelnen Mahlzeiten

Wie Sie schon gesehen haben, müssen Sie bei der Glyx Diät nur ein paar Kleinigkeiten beachten, um sich ein leckeres Frühstück, ein vollwertiges Mittagessen und ein leichtes Abendessen zu bereiten. Rezepte gibt es dazu in vielen Büchern rund um das Thema Glyx – Diät.

Wie wäre beispielsweise ein schönes Dinkelbrötchen mit frischem Kräuterquark und einer Garnitur aus Radieschen und Gurke? Um Mittagessen könnten Sie sich mit einem schönen Stück Lachs auf Blattspinat verwöhnen oder einfach ein saftiges Steak mit einem gemischten grünen Salat.

Am Abend gönnen Sie sich dann noch eine schöne Käseplatte, wobei Sie als Beilage ein kleines Stück frisches Roggenvollkornbrot genießen. Wer auf das Glas Wein nicht verzichten möchte, der greift auf eine möglichst trockene Sorte zurück, da dort der Restzuckergehalt am geringsten ist.

Sie sehen, dass es viele leckere Möglichkeiten gibt, sich mit Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index abwechslungsreich, lecker und gesund zu ernähren. Im folgenden finden Sie einen Auszug über die Einstufung verschiedener Lebensmittel, die Ihnen helfen soll, sich im Glyx- Alltag etwas leichter zurecht zu finden.

Lebensmittel mit niedrigem GI

Lebensmittel, die in ihrem Konsum uneingeschränkt zu empfehlen sind und sich in Kombination mit anderen Lebensmitteln, durchaus auch mal mit einem etwas höheren GI, für eine ausgewogene Ernährung eigenen, sind beispielsweise:

  • Gersten – , Dinkel – und Roggenbrot
  • Apfelsaft
  • Äpfel
  • Birnen
  • Blumenkohl
  • getrocknete Aprikosen
  • viele Käsesorten, Brokkoli
  • Kartoffeln
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Meeresfrüchte
  • Hülsenfrüchte
  • Bulgur
  • Geflügel
  • Nuss- und Olivenöl
  • Butter

Lebensmittel mit einem mittleren GI

Entsprechend ihres GI´s sollten die folgenden Produkte nur als Beilage und in kleineren Mengen, am besten in Kombination mit Produkten mit niedrigem GI verzehrt werden:

  • Feigen
  • Honigmelonen
  • Wildreis
  • Orangensaft
  • Wein
  • Süßkartoffeln
  • Trauben
  • Papaya
  • Honig
  • Ananas
  • frische Aprikosen
  • Bananen
  • Graubrot
  • Hafergebäck
  • zuckerarmes Müsli
  • Porridge

Lebensmittel mit hohem GI

Die folgenden Nahrungsmittel sollten im Rahmen einer GI – bewussten Ernährung weitgehend vermieden werden :

  • Kartoffelbrei
  • Pommes frites
  • Ofenkartoffeln
  • Brot aus Weizenmehl
  • Pfannkuchen
  • Kürbis
  • Kohlrüben
  • Wassermelonen
  • Brezeln
  • Reisflocken
  • Cornflakes
  • Fruchtgummi
  • Datteln
  • glutenfreies Brot
  • gekochter Schinken
  • Bier

 

Richtige Kombination entscheidet

Bei diesem Auszug an Lebensmitteln, der bei weitem nur einen kleinen Überblick über GI – bewusste Ernährung liefert, fällt schon auf, dass es für die Verwertung im Körper wichtig ist, wie ein Produkt zubereitet wird.

So haben Aprikosen in getrockneter Form beispielsweise einen niedrigen GI, aber in ihrer rohen Form nur einen mittleren. Das lässt sich damit erklären, in welcher Form es der Körper das Produkt besser verarbeiten kann. Insgesamt gilt es für sehr viele Früchte, dass sie als Säfte einen höheren GI haben als in ihrer Rohform.

Auch fällt es auf, dass bei der Bestimmung des GI der Fettgehalt irrelevant ist. So ist beispielsweise eine Scheibe Dinkelbrot mit Butter und Cheddar für den Blutzucker besser als eine Scheibe Graubrot mit gekochtem Schinken ohne Butter. Auch Wein treibt den Insulinspiegel weniger in die Höhe als ein Bier.

Bei einer sorgfältigen Auswahl der Lebensmittel ist allerdings, wie diese Listen zeigen, eine GI- bewusste Ernährung sehr leicht im Alltag zu integrieren und dabei auch noch gesund und lecker.

Probieren Sie einfach verschiedene Lebensmittel in neuen und kreativen Rezepten aus und sehen Sie wie neben dem Spaß an der neuen Kreativität auch ihre Gesundheit einen positiven Schub erfährt und sogar die Pfunde scheinbar wie von selbst purzeln.

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